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Willkommen beim 12. eEducation-Newsletter!

Liebe eEducation-Community!

Der Newsletter ist nicht nur eine Informationsdrehscheibe, sondern auch ein Reflexionstool. Die wichtigste Nachricht wäre natürlich das Programm der kommenden eEducation Praxistage und der AINAC gewesen, das hier online zu finden ist. Die Keynotes sollten die Themen zwischen KI und Ethik mit Vortragenden vom Ars Electronica Center, der FH Hagenberg und der JKU aufbereiten. Workshops und Berichte aus der schulischen Praxis der digikomp-Gruppen fallen ebenso dem Coronavirus zum Opfer wie der so wichtige Erfahrungsaustausch unter Kolleginnen und Kollegen.Wir werden die Situation nach Ostern neu bewerten.

Nach der Pilotierung der Mobile Device Management Systeme der drei großen Player Apple, Google und Microsoft im letzten Schuljahr mit entsprechenden Präsentationen auf der Fachtagung letzten November in Wien begann das Jahr 2020 mit einem Besuch auf der BETT (British Education Training and Technology), der angeblich weltweit größten Messe ihrer Art in London mit vielen Gesprächen mit Verantwortlichen der großen Firmen, Schulbesuchen, Vorträgen und der Präsentation der Digitalisierungsstrategie von eEducation Austria. Hier ein LINK zu einem sehr persönlichen Bericht. Vom Schul- und Unterrichtsbesuch in der Langley Grammar School lesen Sie noch mehr in diesem Newsletter.

Während das Digitale in vielen Ländern dieser Welt nach seiner Rolle und Bedeutung im schulischen Kontext sucht, geht die Digitalisierung unserer Gesellschaft und Umwelt unvermindert weiter. Die Lehrergewerkschaft gesteht mit ihrem Ruf nach einem Handyverbot in den Schulen ein, dass sie keine zeitgemäße Antwort auf die Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler hat. In einer Beilage zum Friedrich Jahresheft 2020 wird unter dem Titel „Fortbildung 4.0“ berichtet, dass Lehrende in Fachgruppen „[…] allen voran Mathe, Deutsch und Englisch […]“ über den Einsatz von Apps und Tools im Unterricht beraten. 1990 wurde an österreichischen Schulen der Einsatz von IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) in Deutsch, Englisch, Mathematik und Geometrisches Zeichnen in der Lehrerfortbildung unter dem Begriff „Trägerfächerseminare“ gefördert. Seither sind 30 Jahre ins Land gezogen. In Singapore müssen Lehrende 100 Stunden Fortbildung pro Schuljahr absolvieren und schriftlich nachweisen und begründen wie sie das Gelernte umgesetzt und genutzt haben. Während in Salzburg eine Vortragsreihe mit dem Titel „Zu viel Handy?“ durch die Gaue zieht, wurden in Oberösterreich Schulen ausgezeichnet, die sich als digi.NMS qualifiziert haben. Medienberichte dazu haben wir in diesem Newsletter gesammelt. Es freut uns natürlich, dass die aktive Mitgliedschaft bei eEducation zu den Auswahlkriterien gehört.

Während wir in der Langley Grammar School digitale Lernbegleiter als Hilfsmittel zur Persönlichkeitsentwicklung erleben durften, schweben Tablets und Smartphones in deutschsprachigen Ländern im Schulkontext zwischen Sucht und Störfaktor. Das Handy mindere die Leistungen, selbst wenn es in der Schultasche schlummert. Lesen, Schreiben, Rechnen - an allen Minderleistungen sei das Smartphone schuld. Flipped Classroom - "So faszinierend diese Idee ist, die Effekte sind ernüchternd." Und dann kommen die Megaerkenntnisse von Klaus Zierer in der Neuen Zürcher Zeitung vom 16.5.2019: „Digitale Medien können aus einem gewöhnlichen Unterricht keinen guten machen, obschon sie das Potential haben, aus einem guten Unterricht einen noch besseren zu machen.“ … Das bedeutet aber, dass Pädagogik der Technik vorgeht.“ Zum Schluss kommt zumeist noch die Erkenntnis, dass es auf die Lehrpersonen ankomme und der Mensch im Zentrum der Bildung stehen soll. Artikel und Berichte dieser Art häufen sich in letzter Zeit und derzeit scheint es, dass uns das 5G-Netz den Rest geben wird. Da in allen Umfragen die Schule zu den wichtigsten Wissensquellen unserer Schülerinnen und Schüler zu digitalen Themen gehört, liegt viel Verantwortung bei uns Lehrenden eine faktenbasierte Sicht auf die Lebensrealitäten zu vermitteln.

Die Lehrerbewertungs-App ist wieder online und futurezone.at berichtet „Lernsieg-Gründer verbreitet manipulierten futurezone-Artikel“. „Der Gründer der umstrittenen Lehrerbewertungs-App postet auf Instagram einen gefälschten Artikel.“ Ein Musterbeispiel wie durch gezieltes Löschen von Fakten manipuliert wird. Ein super Unterrichtsbeispiel zur digitalen Grundbildung. 

Die TU Wien informiert und berät Interessierte über das Informatikstudium. Ob die angekündigte Präsenzveranstaltung stattfinden kann scheint derzeit eher unwahrscheinlich. Informationen zum Aufnahmeverfahren, Termine, Fristen und Kontaktmöglichkeiten sind mit diesem LINK zu finden.

Wie es in Zeiten von Corona weitergeht, weiß derzeit niemand. Sicher ist nur, dass die kommenden Wochen eine Fernlehre bzw. online Lehre-Testzeit werden. Es wird sich zeigen wie gut unsere Netze wirklich sind und wie digi-fit unsere Lehrenden und Studierenden tatsächlich sind. Ein unfreiwilliger Praxistest. Viele Verlage und Anbieter ansonsten kostenpflichtiger Inhalte wittern nun die Chance diesen Produkten entsprechende Publicity zu verleihen. Wir können hier nur auf einzelne Angebote verweisen. Mehr digitale Inhalte für die Lehre, zusammengetragen von der eEducation-Community finden Sie auf der eEducation Website im News-Bereich der jeweiligen Community (digi.komp4, digi.komp8,..). Unterrichts-Empfehlungen seitens des bmbwf finden Sie unter: https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/beratung/corona/corona_unt_eltern.html

Gesund bleiben, wünscht ...

das eEducation-Team
Kompetenzzentrum eEducation, an der PH OÖ

eduvidual-Kurse mit Unterrichtsbeispielen

 

Im Rahmen des Multiplikator*innen-Seminars IT Hum wurden seit Anfang März für den Unterrichtsgegenstand "Angewandtes Informationsmanagement" eduvidual-Kurse mit Unterrichtsbeispielen und multimedialen Inhalten erstellt. Die Kurse sind ab sofort bzw. in den nächsten Tagen in verschiedenen Formaten und auf verschiedenen Plattformen verfügbar:

Informationen zu den Kursen:

  • Die Kurse enthalten Unterrichtsbeispiele zu einigen Bildungs- und Lehraufgaben des Lehrplans HLW 2014 – Angewandtes Informationsmanagement. 
  • Die Kurse sind von Lehrer*innen für Lehrer*innen konzipiert, weshalb didaktische Hinweise nur dann enthalten sind, wenn für die Durchführung der Aufgabe zusätzliche Hinweise erforderlich sind.
  • Kurselemente, die nicht benötigt werden, können gelöscht werden.
  • Die Kurse dürfen beliebig adaptiert werden


Übersicht edupublisher auf www.eduvidual.at  (Registrierung notwendig)

 

1. Jahrgang: https://www.eduvidual.at/course/view.php?id=6884

3. Semester: https://www.eduvidual.at/course/view.php?id=6889

4. Semester: https://www.eduvidual.at/course/view.php?id=6894

5. Semester: https://www.eduvidual.at/course/view.php?id=6896

6. Semester: https://www.eduvidual.at/course/view.php?id=6898

7. Semester: https://www.eduvidual.at/course/view.php?id=6901

8. Semester: https://www.eduvidual.at/course/view.php?id=6902

EduFunk

Anna Weghuber gestaltet gemeinsam mit Sebastian Funk den Podcast EduFunk. Anhand verschiedenster Best Practice Beispiele werden zum Thema Digitale Bildung Inhalte bereitgestellt und Interviews geführt. Alles rund um Schule, Lehrer*innen, digitalen Unterricht, Medien, Methoden, Tablets und Apps. Ziel von EduFunk ist Lehrer*innen zu inspirieren und Ihnen Mut zu geben mit Neugier die Möglichkeiten digitaler Medien im Unterricht zu entdecken.

Aufgrund der aktuellen Situation gibt es in der 1. Woche täglich eine neue Folge u.a. mit den Themen Notfallplan, mögliche Plattformen oder eine spezielle Folge für Eltern!

Der Podcast kann über Apple Podcasts, Spotify, Anchor, Breaker, Google Podcasts, Overcast, Pocket Casts und RadioPublic abgerufen werden.

Bericht vom Besuch der Langley Grammar School

Während die „Chefitäten“ des eEducation Teams und des bmbwf bereits mit hochrangigen Firmenvertretern in London im Gespräch waren, besuchten die übrigen Delegationsteilnehmer/innen die Langley Grammar School in Slough, westlich von London. Obwohl uns Apple Österreich diesen Besuch ermöglichte und es sich um eine Apple Distinguished School handelte, war es alles andere als eine Apple Werbeveranstaltung.
Wir wurden vom „Head Girl“ der Schule begrüßt, die locker das iPad als Spickzettel für ihre Grußworte nutzte. Sie sprach über die Rolle der Technologie für den Erwerb der Skills für das weitere Leben und die Teilnahme an der Gesellschaft, selbstsicher und freundlich, als würde sie jeden Tag ausländische Delegationen empfangen.
1200 Schülerinnen und Schüler, Alter 11 bis 18 Jahre, 40 verschiedene Sprachen, 90% Migrationshintergrund, mehrheitlich südasiatischer Herkunft, großteils Tamilen, hervorragende Prüfungsergebnisse bei den GCSE-Exams und bei den A-Levels. Alle, mit denen wir sprachen, werden nicht in drei Gegenständen wie verlangt, sondern in vier maturieren. Weniger als 10 Abschlussprüfungen bei den GCSE-Exams machte auch niemand. Der Anspruch der Schule und der Schüler/innen ist kein geringerer als künftig eine führende Rolle bei der Entwicklung der Gesellschaft auf Grundlage der vermittelten Überzeugungen und Werte einzunehmen. Dass sich diese Schülerinnen in Oxford und Cambridge um Studienplätze beworben haben, zeigt die Ernsthaftigkeit ihrer Ambitionen. Ein bisschen Smalltalk auf German hat man auch drauf nach ein paar Jahren Deutsch in der Schule. Tamil lernen sie in Wort und Schrift - auch wenn die Schrift für den Besucher eher wie ein Häkelmuster ausschaut - natürlich am iPad.

Die Schülerinnen und Schüler haben für die Besucher einen Stationenbetrieb aufgebaut mit Ständen für die Apps, die sie beim Lernen verwenden. Quizlet gehört da genauso dazu wie Brainscape oder Book Creator, Explain Everything wie Socrative. Die Schülerinnen zeigen wie sie den Unterrichtsstoff selber mit diesen Tools für das eigene Lernen aufbereitet haben und erklären welche App welche Vorteile beim Lernen bietet.

Beim Rundgang durch die Klassen und Funktionsräume stellten wir übereinstimmend fest, dass österreichische Eltern Sturm laufen würden gegen den Zustand der baulichen Substanz und die beengten Klassenräume. 30 Schülerinnen und Schüler in traditionellen Sitzanordnungen sind eher die Norm als die Ausnahme. Ein Neubau für Science nebenan ist im Fertigwerden. Die Enge der Räume stelle kein Problem dar, denn die Kooperation laufe über das iPad. Da ist es egal wer wo sitzt, erfahren wir auf Nachfrage.

1200 iPads aller Generationen - ja, es gibt billigere und teurere Geräte, aber alle haben iPads und ganz viel läuft über Microsoft Office, Powerpoint und OneNote. Warum iPads, wenn sie eigentlich viel mit Microsoft arbeiten? Kaum Probleme mit Viren, verschiedene Generationen von Geräten sind kompatibel nebeneinander verwendbar, die Batterie übersteht den ganzen Schultag und es gibt jede Menge brauchbarer Apps. Die Geräte sind sehr mobil, intuitiv bedienbar, kreativ einsetzbar und eignen sich gut für die Zusammenarbeit. Podcasts und Videos sind rasch erstellt, mit iBooks und diversen Apps hat das Gerät großes Potential zum Lernen. So die Begründung für die Besucher.

Dazu gibt es, was wir mittleres Management nennen würden. Die Damen und Herrn kümmern sich
darum, dass alles funktioniert, erstellen Pläne was in jedem Schuljahr mit den Geräten gemacht wird, schulen die Lehrerinnen und Lehrer, machen Fortbildungspläne. Die eigene Schule wird womöglich ein regionales Fortbildungszentrum, wenn die Qualität stimmt. Mehr Verantwortung heißt mehr Geld. Hervorragende Lehrende werden schon auch mal abgeworben, weshalb die Struktur an der Schule nachhaltig aufgesetzt sein muss. Der Weggang einer Person darf an der Schule keine Lücke hinterlassen.

Was sind unsere „lessons learned“?
Ein hoher Migrationsanteil der Schülerpopulation kann auch hohe Ansprüche der Schule bedeuten. Am Anfang steht eine Vision der Schule. Die persönliche Entwicklung des individuellen Lerners, der einzelnen Lernenden ist der Grund für die Implementierung der Technologie. Technologie zur Förderung und Unterstützung der Entwicklung der Lernenden; nicht wegen der Digitalisierung. Um den Schüler, die Schülerin geht es; nicht ums Tablet. Mit dem iPad haben alle Schüler/innen Zugang zu den Lernmaterialien der Schule und technologische Möglichkeiten zur Gestaltung der eigenen Lernunterlagen. Die Lehrerfortbildung ist nach den Zielen und Visionen der Schule ausgerichtet, was gemeinschafts- und identitätsstiftend ist und die Skills und Kompetenzen der Lehrenden fördert, die Anführer der Umsetzung der Schulziele sein müssen. Die Schülerinnen und Schüler müssen befähigt und in die Lage versetzt werden an der Gesellschaft teilzuhaben, an der Spitze der Veränderungen unserer Gesellschaft zu stehen und Gestalter der eigenen Zukunft zu werden. Dazu kann und soll Technologie ein Werkzeug sein.

Geschlechtergerechtigkeit

Durch Aktivität im Feld „Geschlechtergerechtigkeit“ Badges erhalten!

Kinder und Jugendliche sind geprägt von Geschlechterstereotypen. Immer noch gibt es Tendezen z.B. im MINT- Bereich Buben mehr zuzutrauen als Mädchen. Schule hat im Sinne des Grundsatzerlasses „Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung“ (Rundschreiben BMBWF NR. 21/2018) soziale Lernräume zu bieten, in dem sich alle ohne stereotype Zuschreibungen entwickeln können. Alle Geschlechter sollen gleichermaßen ermutigt werden, ihren persönlichen Interessen nachzugehen und Neues auszuprobieren. Auch im Rahmen des eEducation Netzwerkes haben Schulen die Möglichkeit in diesem Handlungsfeld Aktivitäten zu setzen.

Aktivität 12: Einsatz innovativer und inklusiver Lehrmethoden

Einsatz gendersensibler Didaktik/ reflexiver Koedukation, um bei der Vermittlung digitaler und informatischer Kompetenzen Buben und Mädchen gleichermaßen zu erreichen (5 Punkte).

Welche Aktivitäten können z.B. gesetzt werden?

  • Lehrende nutzen vorhandene Diagnoseinstrumente zur Reflexion des eigenen Unterrichts
  • Kollegiale Unterrichtsbeobachtung, Selbstreflexion Analyse von Lehr- und Lernunterlagen. (www.imst.ac.at/app/webroot/files/GD_Handreichung_web_final.pdf
  • Lehrende setzen Aktivitäten rund um den Girls Day mit Schwerpunkt digitale/ informatische Kompetenzen und Berufe.
  • Lehrende gestalten Unterrichtseinheiten zur Auseinandersetzung mit problemtischen Inhalten in den Medien und nutzen dabei unter anderem Angebote von www.saferinternet.at

Aktivität 30: Schulentwicklung

Aktivität zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Genderbewusstsein im Zusammenhang mit dem Erwerb von digitalen/ informatischen Kompetenzen (10 Punkte).

Welche Aktivitäten können z.B. gesetzt werden?

  • Vorhandene Diagnoseinstrumente zur gender- und diversitätssensiblen Unterrichtsreflexion werden am Standort auf breiter Ebene eingesetzt.
  • An der Schule wird eine schulinterne Fortbildungsveranstaltung zum Grunderlass „Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung“ organisiert. www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulrecht/rs/2018_21.html

Quelle: BMBWF (2020): Digitale Bildung für alle! Fokus: Chancen und Geschlechtergerechtigkeit. Broschüre des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Wien.

 

digi.NMS in Oberösterreich - Pressespiegel

53 Neue Mittelschulen in Oberösterreich dürfen sich ab sofort „digi.NMS“ nennen.

 … Lehrer sollen dort künftig rund 10.300 Schüler für die Digitalisierung „begeistern aber auch entsprechende Inhalte vermitteln“ so Landeshauptmann-Stellvertreterin und Bildungs-Landesrätin Christine Haberlander. „Uns war es ein großes Anliegen, dass das Vorzeigeprojekt der Technischen Neuen Mittelschulen einen digitalen Drive bekommt“, zeigt sich auch Wirtschaftskammer OÖ-Präsidentin Doris Hummer erfreut über das Zustandekommen der digi.NMS-Zertifizierung. 

https://www.meinbezirk.at/oberoesterreich/c-wirtschaft/digitaler-drive-fuer-neue-mittelschulen_a3892095


Voraussetzungen für die Zertifizierung

Schulen mit Digitalisierungsschwerpunkt sprechen sich klar für einen Entwicklungsprozess aus. Mit dem Zertifikat erklären sie sich bereit, sich stetig in diesem Bereich weiterzuentwickeln. „Digitalisierung verändert sich jeden Tag. Diese Schulen haben den klaren Auftrag, diese Entwicklungen mitzutragen und an ihre Schülerinnen und Schüler weiterzugeben“, so Haberlander. „Endgültiges Ziel dieses Konzeptes ist die Verankerung der Digitalisierung an der Schule. Denn wir dürfen das Thema Digitalisierung nicht nur als einzelnen Gegenstand sehen, der von den anderen Unterrichtsfächern getrennt unterrichtet wird. Vielmehr geht es um ein „Digitales Leben“ an der Schule und um die Implementierung in allen Fächern“. Folgende Kriterien müssen Schulen unter anderem erfüllen, um eine IT-NMS werden zu können:

  • Die Schule muss Mitglied im Projekt eEducation.at sein und hat ihre Aktivitäten im Bereich der Digitalisierung/unterrichtlichen Verwendung von Digitalen Medien im System dokumentiert.
  • Der Gegenstand Informatik/IKT muss mit dem schulautonomen Lehrplan im Ausmaß von vier Einheiten in den vier Jahren unterrichtet werden. Die Lehrpläne (Schwerpunktsetzung) bestimmt das Kollegium entsprechend der Digitalen Schulentwicklungsstrategie.
  • Das Thema Datenschutz und Datensicherheit ist verpflichtend als Thema im Kollegium und im Unterricht zu behandeln.
  • Ein Schwerpunkt soll auch auf das Thema „Digitale Ethik“ gelegt werden. Es geht hierbei um ein gutes Miteinander, auch im Web
  • Alle Schülerinnen und Schüler müssen auf dem Wissensstand Digi.check 8 sein und diesen, auch mittels dem Digi.check8 überprüfen.
  • Für alle Pädagoginnen und Pädagogen gilt eine Fortbildungsverpflichtung im Bereich Digitalisierung und Fachdidaktik. Das Ausmaß ist von der Schulleitung und dem Schulentwicklungskonzept abzustimmen. Im gesamten Personalentwicklungskonzept des Schulstandortes muss eine Schwerpunktsetzung im Bereich Digitalisierung klar erkennbar sein.
  • Schulweite Nutzung einer Lernplattform Die Schulaufsicht bewirbt dieses Konzept ab sofort aktiv an den Schulstandorten. Die Mitglieder der Schulaufsicht kennen die Schulen, die bereits IT-affin sind. Mit diesem Konzept gibt es jetzt die Möglichkeit, diese Standorte vor den Vorhang zu holen und deren Aktivitäten noch zu verstärken. „Da wir wissen, dass jetzt schon sehr viele Aktivitäten an den Schulen gesetzt werden, rechnen wir bei Zertifizierungsbeginn im Frühjahr mit 20 Schulen. Diese Schulen erhalten das Zertifikat Digi-NMS und werden gleichzeitig zur TNMS. Die pädagogisch inhaltliche Beurteilung erfolgt über die Schulaufsicht“, erklärt Haberlander.

https://news.wko.at/news/oberoesterreich/mgu-061-19-tnms-ausbau.pdf

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TNMS und DigiTNMS – ZERTIFIKATSVERLEIHUNG:

Insgesamt wurden 72 Technisch Naturwissenschaftliche Mittelschulen (TNMS) in Oberösterreich, darunter 53 neue mit einem zusätzlichen Digitalisierungsschwerpunkt (DigiTNMS) mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Die Überreichung der Zertifikate erfolgte durch WKO-Präs. Mag.a Doris Hummer, LH-Stv. Mag.a Christine Haberlander und Bildungsdirektor Mag. Dr. Alfred Klampfer.

https://www.wko.at/site/vwg/digitale-zukunft-gestalten.html

 

 
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