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Willkommen beim 10. eEducation-Newsletter!

Liebe eEducation-Community!
In diesem Sommer war es verdächtig ruhig rund um das Thema „Digitales in der Schule“. Im laufenden Wahlkampf spielt digitale Bildung keine große Rolle. Hacking und das Schreddern von Festplatten sind die Aufreger der Nation, aber wie unsere Schülerinnen und Schüler die notwendigen Kenntnisse für die Zukunft in einer zunehmend digitalisierten Welt erwerben, war bisher kein Thema der werbenden Politik. Am 19.September entdeckte Herr Kurz wieder das Thema Tablets, das 2017 unter dem Kanzler Kern aktuell wurde, aber bisher keine Berücksichtigung im Budget fand.

Unsere deutschen Nachbarn haben sogar das Grundgesetz geändert, um mit 5 Milliarden die Digitalisierung der Schulen in der Bildungshoheit der Länder unterstützen zu können. Wenn wir in einem Größenvergleich von ca. 80 Millionen deutschen Bundesbürgern zu 8 Millionen Österreicher/innen ausgehen, entspräche das einem Digitalpaket für die Bildung in Österreich von 500 Millionen Euro. Der Masterplan zur Digitalisierung in der Sekundarstufe 1 liegt in den Schubladen des Ministeriums. Eine Kalkulation, was das kosten würde, gibt es angeblich nicht - hieß es im Ö1 Mittagsjournal. Wir werden sehen, wie ernst es einer neuen Regierung mit der digitalen Agenda letztlich sein wird. Fest steht nur, dass wir wiederum ein Jahr verloren haben.

Das eEducation Team hat sich im letzten halben Jahr intensiv mit der Verwaltung der Geräte diverser Hersteller und Anbieter an den Schulen auseinandergesetzt. "Mobile Device Management" heißt das neudeutsche Zauberwort, wie Geräte zentral an einem Standort verwaltet werden können, sowie "Classroom Management", wenn Lehrende in der Klasse den Überblick nicht verlieren wollen, was die einzelnen Schüler/innen auf ihren Geräten tatsächlich tun. Das werden entscheidende Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Implementierung digitaler Geräte in der Sekundarstufe 1 sein. Mehr dazu im "Update" von Andreas Riepl.

Am Abendgymnasium Salzburg wurde im Rahmen des "Mobile Learning"-Projekts des bmbwf das Einrichten der Verwaltung von iPads mit dem Mosyle Manager und dem Apple School Manager dokumentiert. Michaela Mayr und Florian Strasser zeigen mit vielen Screenshots und Anmerkungen wie man Schritt für Schritt vorgeht. wiki.abendgym.schule/doku.php;

30 Millionen Schülerinnen und Schüler verwenden Chromebooks in ihren Schulen. In Österreich sind diese Geräte noch wenig bekannt, aber Josef Grabner vom eEducation Team hat ein paar Experten an österreichischen Schulen zum Erfahrungsaustausch an das eEducation Zentrum geholt, wo sie zu einer "Google for Education Conference" am 29.10.2019 in Linz einladen. Anmeldungen unter dem folgenden Link: bit.ly/GoogleEduLinz19

Kollege Daniel Aniser von der NMS 2 Wörgl gibt einen Einblick in die Arbeit mit Chromebooks an seiner Schule und er verrät uns auch warum sich die Chromebooks so gut für den Einsatz in der Schule eignen. Hier geht es zu seinem Bericht: nms2.at/2019/06/06/effizientes-arbeiten-mit-chromebooks/

Das eEducation Team versucht auch die eigene Arbeit kritisch zu hinterfragen und hat deshalb für zwei Bereiche Unterstützung gesucht. Der Bereich digi.komp4 kommt im Newsletter regelmäßig zu kurz. Dem will Sabine Apfler entgegenwirken, die diesmal sehr kurzfristig mit einem Beitrag eingesprungen ist. Für mehr Gendersensibilität im männerdominierten Informatik- und Digitalbereich will Claudia Stöckelmaier sorgen. Danke für eure Bereitschaft und die ersten Beiträge in diesem Newsletter.  

Viele Kräfte des Kompetenzzentrums eEducation Austria sind sehr stark auf die Organisation der eEducation Tagungen ausgerichtet. Der nächste Treffpunkt der eEducation Community ist Anfang November in Wien im Rahmen der Interpädagogica. Anmeldemodalitäten und Vorabinfos sowie der CALL finden sich in diesem Newsletter. Besonders freuen wir uns, dass diesmal Frank Thissen zu uns nach Wien kommt, der 2013 mit seiner Publikation "Mobiles Lernen in der Schule" (mittlerweile in der 3.Auflage) auch Beispiele in Österreich aufgegriffen hat. Mehr denn je beschäftigt er sich mit dem Leben und Lernen im 21.Jahrhundert.

Damit ist wieder ein vielfältiges Informations- und Leseangebot angerichtet. Darüberhinaus möchten wir auf unseren Blog verweisen, wo wir aktuelle Themen und Studien vorstellen und diskutieren. Wer Lust hat, kann auch dort vorbeischauen unter http://eeducation.at/blog für zusätzliches Lesefutter.
Vielleicht können Sie den ein oder anderen Termin wahrnehmen, den wir in diesem Newsletter ankündigen. Hoffentlich sieht man sich auf der eEducation Didaktik Fachtagung in Wien wieder. Bis dahin viel Freude beim Unterrichten.

Das eEducation-Team
Koordinationszentrum eEducation, an der PH OÖ
 

eEducation Austria – Update 2019

Auch in diesem Newsletter gibt es ein "Update" von Andreas Riepl, dem Leiter des Kompetenzzentrums eEducation Austria.  

Mit Anfang September 2019 sind 2519 Schulen im Netzwerk registriert. Neben 1649 Member.Schulen haben sich 768 Standorte den Expert.Status durch eine solide Darstellung verschiedenster Aktivitäten rund um den Einsatz digitaler Medien erarbeitet. 

Der neu eingeführte Status der Expert+.Schulen wurde von 102 Schulen erreicht. Diese Schulen haben dargestellt, dass eine umfangreiche Integration des Digitalen am Schulstandort stattgefunden hat und dies bereits über einen längeren Zeitraum etabliert ist.

Schwerpunkte 2019

Pilotierungen
In Hinblick auf den zu beschließenden Masterplan Digitalisierung wurden Pilotierungen der Software/Hardwarelösungen der großen Anbieter Apple, Microsoft und Google vorgenommen. Pilotiert wurde in Schulen, die von den jeweiligen Dienstleistern vorgeschlagen wurden. Wichtig dabei war, dass diese Schulen Teil des eEducation-Netzwerkes sind, da dadurch die Etablierung von digitalen Strategien am Schulstandort dargestellt werden konnte. Auch wenn sich aufgrund der politischen Situation Pläne für die Umsetzung einer Digitalisierungsoffensive verschoben haben, sind diese Erfahrungen und Erkenntnisse sehr wertvoll und Basis für zukünftige operative Umsetzungen. Augenmerk wurde bei den Pilotierungen neben der technischen Möglichkeiten auch auf Support-Strukturen und pädagogische Angebote von Apple, Microsoft und Google gelegt. Eine weitere Ebene der Pilotierung war die Darstellung der wirtschaftlichen Dimension von Betreuungs-Strukturen, die besonders durch externe Dienstleister erbracht werden sollen.

Digitales Konzept online mit Assistenten-Funktion
Das digitale Konzept, das bisher in einer freien Form hochgeladen werden konnte, wurde als Online-Formular umgesetzt. Dadurch ist auch für Bundesland-Koordinator/innen eine erweiterte Vergleichbarkeit der digitalen Schulkonzepte möglich. Die Kompetenzfelder der Qualitätsmatrix eEducation wurden über eine Assistenten-Funktion der eEducation-Website integriert, damit Schulen bei einem Neu-Einstieg Unterstützung zur Entwicklung eines eigenen digitalen Konzepts erhalten. Die Textblöcke können einzeln übernommen und den eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Referent/innen-Datenbank

 

Für eine weitere Skalierung unseres Netzwerkes und in Hinblick auf einen Masterplan "Digitalisierung" wird es zunehmend wichtig zu wissen wer in meiner Region als Referent/Referentin zu welchen digitalen Themen zur Verfügung steht, bzw. wer bereit ist in meine Region, in mein Bundesland zu reisen. Im Großraum Wien mag das kein Thema sein, aber zu wissen wer bereit ist z.B. nach Vorarlberg für ein SCHILF/SCHÜLF anzureisen, ist hilfreich bei der Planung von Fort- und Weiterbildung. Zur Unterstützung digitaler Schulungsmaßnahmen werden Referent/innen aus allen Regionen Österreichs in einer zentralen Datenbank bei eEducation erfasst. Dabei spielen die Bundesland-Koordinator/innen eine zentrale Rolle. Referent/innen können über eine neue Funktion von den Bundesland-Koordinator/innen erfasst werden. eEducation nimmt nach Überprüfung die Freischaltung vor.

Einladung zur Teilnahme und zum Call an der eEducation Austria Didaktik Fachtagung 2019

Unsere Herbsttagung findet - wie in den letzten Jahren - im Rahmen der Interpädagogica statt, am 7.11.2019 von 13:00 – 18:30 Uhr und am 8.11.2019 von 9:00 – 14:00 Uhr in der Messe Wien. 

Die eEducation Didaktik Fachtagung beschäftigt sich mit dem Einsatz von digitalen Medien in Unterricht und Lehre. Keynotes, Kurzvorträge und Workshops geben gedankliche Inputs sowie Einblicke in die Praxis. 

Für die Keynotes konnten wir die Medienpädagogen Prof. Frank Thissen mit dem Vortrag und Workshop "Mobiles Lernen in der Schule" und Jöran Muuß-Merholz zum Thema "Die 4K-Skills: Was meint Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration, Kommunikation?" gewinnen. Besonders interessant wird der Beitrag eines Gastes vom Bildungskomitee St. Petersburg über den russischen Ansatz im Bereich IT-Ausbildung. 

In dieser Veranstaltung wollen wir verstärkt der Frage nachgehen, wie eDidaktik im Schulwesen und in den Hochschulen in allen Bereichen national und international weiterentwickelt werden kann. 

In sechs parallelen Tracks werden zahlreiche Beiträge zu den Themen eDidaktik, Medienbildung/Medienpädagogik, Informatisches Denken, Gamebased Learning, Coding und Making, informatische/digitale Grund- und Anwendungskompetenzen und spezifischen Tools angeboten.  

Die Beiträge sollen die technologische, gesellschaftlich-kulturelle oder auch anwendungsbezogene Perspektive der digitalen Bildung einbeziehen.

Eine fundierte Auseinandersetzung mit facheinschlägiger Literatur und/oder Bezug zu Wissenschaft und Forschung sollte in den Beiträgen gegeben sein. 

Wir freuen uns daher auf Ihre Einreichung in folgenden Bereichen: 
Methoden der anschaulichen Vermittlung, des nachhaltigen Kompetenzerwerbs, von offenen Lernumgebungen und OER (25min. Einzelvorträge mit Diskussion)

  •   in Querschnitt-Themen wie Medienpädagogik, digitaler Grundbildung, politischer Bildung, sozialer Kompetenzentwicklung 

• in mathematischen, informatischen und naturwissenschaftlichen Gegenständen

 • in Sprachen 

Methoden zur Weiterentwicklung der eDidaktik und OER an allen Bildungsstandorten mit dem Fokus (55min. Workshops) 

• eDidaktik in der Pädagog/innen-Aus- und Fortbildung 

• Unterrichts- und Schulentwicklung am Standort 

• Erfahrungsaustausch von „Good-Practice“ in innovativen Lernsettings und Themen 

• Modelle gelungener OER Entwicklung mit Schwerpunkt Qualitätssicherung 

 

Call for Papers:

Wir möchten Sie als Expertinnen und Experten herzlich einladen, aus Ihrem Bereich – von der Primarstufe, Sekundarstufe I und II bis hin zu den Hochschulen und Universitäten - Ihre Erfahrungen, Erfolge und Misserfolge zur Diskussion zu stellen. Tragen Sie mit Ihrer Expertise zur Weiterentwicklung der eDidaktik bei und reichen Sie ein Abstract zu einem der Themenkreise ein:

bis 8. Oktober 2019 unter https://community.eeducation.at/mod/confman/index.php?embedded=1&event=8

Bis Mitte Oktober 2019 wird die Annahme der Beiträge bestätigt. 

 

Anmeldung zur Teilnahme an der eEducation Didaktik Fachtagung:

Anmeldung über die PH OÖ) bis 9.10.2019: https://www.ph-online.ac.at/ph-ooe/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=304652&pSpracheNr=1   

 

Für Personen aus dem außerschulischen Bereich über dieses Formular: http://bit.ly/Fachtagung2019

Als Abendprogramm werden am 7.11.19  fakultativ zwei Termine für eine exklusive "Dritte Mann Tour" im Kanalsystem unter dem Karlsplatz zu einem Beitrag von ca. 25 € angeboten. Bei Interesse melden Sie sich bitte bis 13.10.19 vorab an. Sie erhalten dann genauere Informationen. 

Anmeldung zum Abendprogramm „3. Mann Tour“: http://bit.ly/3teMannTour

Anschließend kann man den Abend gemütlich im Stadtheurigen „Gigerl“ in der Wiener Innenstadt ausklingen lassen oder einen musikalischen Abend mit der Band "Wiener Voodoo" im Cafe Amadeus genießen. 

Das Organisationsteam freut sich auf eine spannende und inspirierende Veranstaltung.

Moodle Symposium 22.-23. Oktober 2019 in Linz

Verwenden Sie Moodle bereits an der Schule, oder interessieren Sie sich dafür? Erfahren Sie beim Moodle Symposium etwas darüber, wie Sie Ihren Unterricht mit Moodle bereichern können und vernetzen Sie sich mit anderen Lehrer/innen, die das bereits machen.  

Seit über 15 Jahren wird Moodle an Schulen in Österreich eingesetzt, und durch die Vernetzung in der Moodle Community besteht die Möglichkeit an der Weiterentwicklung der Plattform teilzuhaben.  

Erfahren Sie am 22. Oktober im Rahmen der Moodle Community Fachtagung von aktuellen technischen und pädagogischen Entwicklungen (gemeinsame Moodle-Plattform eduvidual, bestehende OER einfach integrieren, mein Mitteilungsheft in Moodle, Moodle im Sportunterricht uvm.) und vernetzen Sie sich intensiv am 23. Oktober beim Moodle Community Praxistag in Workshops und Arbeitsgruppen (gemeinsame fachbezogene Quizfragenpools, Erfahrungsbericht über den Umstieg zu eduvidual, Geogebra - quo vadis? uvm).  

Eine Nachmeldung zur Veranstaltung ist noch bei Julia Windhaber (julia.windhaber@lernmanagement.at) möglich. Bitte geben Sie in Ihrer Nachmeldung die Schulkennzahl an, und an welchen Tagen Sie teilnehmen möchten.  

Auch eigene Beiträge können beigesteuert werden - dazu einfach Ihr Thema im Organisationstool eingeben.  

Mehr Informationen zu den Moodle-Initiativen eduvidual.at und lernplattform.schule.at erhalten Sie beim Zentrum für Lernmanagement unter www.lernmanagement.at.

digi.komp4

In diesem Schuljahr möchten wir im Newsletters regelmäßig Informationen speziell für die Volksschulen anbieten. Daher soll es jedes Mal einen Bereich geben, der sich ganz besonders der Digitalen Grundbildung auf der Primarstufe widmet. Die Redaktion des Newsletters freut sich aber auch über Zusendungen, Anregungen und Informationen aus den Schulen und von den Bundeslandkoordinator/inn/en.

In diesem ersten Newsletter im Schuljahr 2019/20 wird eine App vorgestellt, die sowohl auf allen Betriebssystemen mobiler Endgeräte als auch browserbasiert auf Computern oder Laptops funktioniert: ANTON.

ANTON ist eine kosten- und werbefreie (!) Lernapp, die in der Schule, aber auch zu Hause eingesetzt werden kann. Die App beinhaltet eine Vielzahl an Übungen zu den Bereichen Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Musik und Deutsch als Zweitsprache, von der 1. bis zur 8. Schulstufe.

Um die App nutzen zu können, ist eine Anmeldung der Lehrperson nötig. Danach werden die SchülerInnen angelegt. Jedes Kind erhält einen Anmeldecode, welcher als Ausdruck zur Verfügung gestellt wird. Die Kinder können mit diesem Code mit jedem beliebigen Gerät einsteigen und so in ihrem Account weiterarbeiten. Erarbeitete Punkte gehen also nicht verloren, können gesammelt und dann in Form von Spielen wieder verbraucht werden.

Der große Vorteil für die Lehrpersonen: Aus der Fülle an zur Verfügung stehenden Materialien können gezielt diejenigen ausgewählt werden, die zum aktuellen Unterrichtsstoff passen. Diese werden den SchülerInnen auf deren Einstiegsseite angezeigt. Somit können Inhalte aus dem Unterricht in der Schule oder auch zu Hause nochmal geübt und gefestigt werden.

Kleiner Nachteil: Die App wurde in Deutschland entwickelt und orientiert sich damit an den deutschen Lehrplänen, was beispielsweise bei den schriftlichen Rechenverfahren zu anderen Darstellungsformen führt. 

Link: https://anton.app

App für iOS: https://apps.apple.com/de/app/anton-schule-lernen/id1180554775

App für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.solocode.anton

GENder_Zukunft. Gender - das soziale Gen

SchülerInnen betreten nicht neutral das Klassenzimmer. Sie sind geprägt von Erfahrungen und Haltungen ihre Geschlechtsidentität betreffend. Dies bezieht sich nicht nur auf ihr biologisches Geschlecht, sondern auch auf ihr soziales. Kinder lernen früh Verhalten und Interessen, sowie Begabungen in „typisch Mädchen“ oder „typisch Bub“ zu kategorisieren. Schule soll einen sozialen Raum bieten, in dem sich SchülerInnen, ohne den Zwang sich geschlechterrepräsentativ zu verhalten, entwickeln können. Besonders im technischen, digitalen Bereich ist zu beobachten, dass vermehrt Burschen offenkundig dafür Interesse zeigen und Begabung für diese Themen formulieren. Der Ansatz Mädchen und Buben gleichermaßen medienorientiert zu unterrichten, muss deshalb nach wie vor ein Anliegen der unterrichtenden LehrerInnen sein. Durch digitale Unterrichtszenarien, die von genderbewussten Lehrpersonen entworfen werden, können vorgefertigte Typisierungen aufgebrochen werden. Dies ist auch der eEducation Community bewusst und möchte deshalb das Augenmerk auf die Badges 12 und 30 lenken.  

Badge 12 stellt den „Einsatz gendersensibler Didaktik und „reflexiver Koedukation“ in den Fokus, um „bei der Vermittlung digitaler und informatischer Kompetenzen Buben und Mädchen gleichermaßen zu erreichen.“ 

In gezielten Unterrichtssequenzen sollen SchülerInnen Gleichstellung und Gleichbehandlung erfahren.  

Badge 30 richtet sich an die Schulentwicklung und erfordert „Aktivität zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Genderbewusstsein im Zusammenhang mit dem Erwerb von digitalen/informatischen Kompetenzen“. 

Das Bewusstsein geschlechtergerechten Unterrichts muss dazu einen Bestandteil des Leitbildes und des Schulkonzeptes darstellen.  

Es gilt sich mit geschlechtergerechten und- sensiblen Unterrichtsszenarien auseinanderzusetzen und bewusst Rollentypen entgegenzuwirken.  

Typisch weiblich, typisch männlich – Typisch du!
Wir sind mehr als x und y Chromosomen. Das Alphabet hat noch 24 weitere Buchstaben!

(Claudia Stöckelmaier verstärkt unser eEducation Team und wird den Fokus auf gendersensible Themen richten.)

OER in der Schule

Die Broschüre "OER in der Schule" gibt es seit wenigen Tagen in einer Version "2.0". Open Educational Resources sind ein wichtiger Teil des nicht-kommerziellen Bildungsangebots, das zumeist von Lehrenden zur Verfügung gestellt wird. In diesem Kontext ist Wissen über Lizenzmodelle und Varianten von Creative Commons unabdingbar. All dies und mehr finden Sie auf dieser Website, inklusive Downloadlink zur Broschüre: https://open-educational-resources.de/broschuere-oer-der-schule-2-0-erschienen/ 

"Unterrichtsmaterial Grundlagen Informatik" bietet die gemeinnützige Organisation App Camps in Deutschland an. In vier Modulen zu den Themen "Daten & Codierung", "Algorithmen", "Rechner & Netze" sowie "Informationsgesellschaft & Datensicherheit" stehen kostenlose Materialien für den Unterricht zur Verfügung. Der Einsatz dieser Unterlagen wird ab der 3.Klasse der Sek.1 empfohlen, also ab der 7.Schulstufe. Ausdrücklich "kostenlos" für Lehrende! Link: https://appcamps.de/unterrichtsmaterial/unterrichtsmaterial-zu-grundlagen-informatik/ 

Computational Thinking

Das größte menschliche Sortiernetzwerk der Welt – 19.9.2019 
Computational Thinking kann auch ohne Computer oder mathematische Gleichungen gefördert werden. 

Bei dieser Aktion der TU Wien war am 19.9.2019 ein Sortiernetzwerk mit 50 Eingangsknoten und 2450 Vergleichsknoten auf einer Fläche von über 1000 Quadratmetern vor dem Ernst Happel Stadion in Wien realisiert. Das übertrifft alle bisher realisierten menschlichen Sortiernetzwerke um ein Vielfaches.  

Die Aktivität, die vor dem Ernst Happel Stadion in Wien stattfand, war Teil des Informatikunterrichts der Klassen aus der International Schule Klosterneuburg, und Sir Karl Popper Schule. Eröffnet wurde die Aktivität von der Rektorin der TU Wien, Sabine Seidler, der Vizerektorin für Personal und Gender, Anna Steiger, und der Initiator der Aktivität, Stefan Szeider, Professor für Algorithmen an der TU Wien. Prof. Szeider weist auf die fundamentale Bedeutung von Sortiernetzwerken hin: „Sie bilden einen wichtigen Grundbaustein der Informatik und stecken in vielen Computersystemen. Mit dieser Aktion wird  dieses abstrakte Konzept für Schülerinnen und Schüler hautnah erlebbar. 

Die Wirtschaft braucht gut ausgebildete Fachkräfte – insbesondere im Bereich MINT sind diese dringend gesucht. Deshalb unterstützen wir den Weltrekord in Sortiernetzwerken, der praxisnah und spielerisch den Jugendlichen das Thema „Algorithmen“ erklärt und so Interesse für Digitalisierung und Technik weckt,” sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, die als einer der Sponsoren der Veranstaltung fungiert.  

„Diese Art des Unterrichtens ermöglicht die InformatiklehrerInnen die Algorithmik besser zu vermittlen“, einigen sich die Lehrerin Denise Hackner, Sir Karl Popper Schule und Hermann Morgenbesser, International School Klosterneuburg. Die Vorstellungskraft der SchülerInnen wird durch das Arbeiten mit analogen Besipielen lebenspraktisch geschult und nachhaltig im Gedächtnis abgebildet.  

Ada Lovelace - Algorithmen Denken Anders 

Die Veranstaltung war der Auftakt des Projekts ADA – Algorithmen Denken Anders, das vom Vienna Center for Logic and Algorithms (VCLA), einem Kompetenzzentrum der Fakultät für Informatik der TU Wien, durchgeführt wird. Das Projekt ADA läuft bis 2022 und wird durch die Wirtschaftsagentur Wien und das BMVIT gefördert, und vom Future Learning Lab des ZLI an der PH Wien, von der Österreichischen Computergesellschaft, sowie von den EIS eEducation Austria Innovation Studios unterstützt.  

Ada Lovelace (1815–1852), die ganz ohne Computer und rein durch informatisches Denken Geschichte als erste Programmiererin schrieb, ist Namensgeberin des Projektes. Diese Art von menschlichen Sortiernetzwerken kann auch in viel kleinerem Rahmen – bereits mit nur 4 Personen – durchgeführt werden. Es ist dann auch für Kinder geeignet, sogar schon im Vorschulalter, um erste Schritte im informatischen Denken zu machen.  

Solche Sortierspiele finden sich auch in der international gepriesenen Lehrmittelsammlung  „CS Unplugged” das auf ADA.wien zur Gänze auf Deutsch erscheinen wird. Das ADA-Projekt bietet auch einen Anreiz zur kritischen Bewusstseinsbildung zu Technologie und Technologieentwicklung, z.B. mit Aufgaben beim „Hackathon for Good AI”, der im Herbst 2019 und im Jänner 2020 stattfinden wird. Außerdem bringt das Projekt durch die Veranstaltungsreihe „Tagebuch der Informatikerin” Jugendliche aus Universitätsstädten in Österreich mit weiblichen Vorbildern, die eine erfolgreiche Karriere in der Informatik gemacht haben, in Kontakt.  

Agata Ciabattoni, Professorin für Logik an der TU Wien, die gemeinsam mit Stefan Szeider das VCLA leitet, erklärt: „Das Ziel des ADA-Projektes liegt darin, LehrerInnen – auch jenen in der Volksschule – Materialien für Ihren Unterricht zur Verfügung zu stellen, die informatisches Denken fördern und den Schülerinnen und Schülern die Grundideen der Informatik näher bringen, auf eine Weise, die Spaß macht.“  

Die erste Fotos und Video Animationen der Aktivität:https://owncloud.tuwien.ac.at/index.php/s/ScB20ELgxuz0bZS 

Website:https://www.ada.wien/index.php/weltrekord-in-sortiernetzwerk/ 

 

 

FNMA-Talks in Graz und online

Im neuen Studienjahr gibt es Neuerungen bei den fnma Talks (Forum Neue Medien Austria): einige der Talks können auch vor Ort besucht werden.
So findet am 17.10.2019 der fnma Talk zu dem Thema „Wer sind und was leisten Bildungsinfluencer*innen?“ an der Technischen Universität Graz statt und kann auch online verfolgt werden.
Der Talk startet mit einem Vortrag von Andreas Wittke (Technische Hochschule Lübeck) mit dem Titel: "Hilfe meine Tweets werden zitiert! - Aus dem Leben eines Influencers.“ Jeder zweite Jugendliche folgt diesen Social Media Influencern und selbst bei den Erwachsenen sind es 20 Prozent. Influencer haben Einfluss aber tragen auch große Verantwortung und wer heute noch denkt, dass dies nur für Sport, Mode und Reisen gilt, der hat sich getäuscht. Sogenannte Bildungsinfluencer bloggen und tweeten von Konferenzen und Educamps und setzen Trends und polarisieren mit gewagten Thesen. Die Zeit der akademischen Hoheit/Weisheit ist nicht mehr auf die Unis und deren Professoren begrenzt, denn gerade hier wurde das #Neuland oft verschlafen. Neue Meinungsmacher haben die digitale Bildungswelt erobert.
Daran anschließend findet eine Podiumsdiskussion mit ausgewählten Expertinnen und Experten zu dem Thema Bildungsinfluencer im Bildungswesen statt. Das Berufsbild „Influencer*in“ war bis vor wenigen Jahren noch nicht einmal erfunden – jetzt ist es in aller Munde. Dabei wird ein knallhartes Geschäftsmodell verfolgt, das der Berufsgruppe beste Medienkompetenzen und gutes Equipment abverlangen. Verkauft werden meist Mode, Möbel, Make-up und so weiter, doch wie sieht es mit Produkten im Bereich der Aus- und Weiterbildung aus? Werden die Hochschulen in Zukunft ihre Studierenden mittels Bildungsinfluencer ansprechen? Werden die zukünftigen Lehrinhalte an die Bildsprache der Social-Media-Kanäle angepasst? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen der Veranstaltung beantwortet werden.
Die Veranstaltung kann man live online verfolgen: https://www.fnma.at/service/fnma-talks/ 

SAVE THE DATE | WKÖ CodingDay 2019

Am 4. Oktober 2019 veranstaltet die Wirtschaftskammer Österreich - im Rahmen ihrer Bildungsoffensive - den ersten WKÖ CodingDay (OTS-Meldung: WKÖ CodingDay: Einstieg in die Welt der Technik am 4. Oktober 2019).

Anlass für die Veranstaltung ist die EU-weite CodeWeek, eine Grassroots-Initiative, die jungen Menschen Coding, digitale Grundbildung und MINT-Kompetenzen auf unbeschwerte und inspirierende Art und Weise näherbringen möchte. Hunderte Kinder und Jugendliche werden an diesem Tag Coding & IT praxisnah und hands-on erleben.

Wir laden Sie hiermit herzlich zur feierlichen Eröffnung um 09:30 in die Wirtschaftskammer Österreich (Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien) ein. Zur Podiumsdiskussion wurden u.a. WKO-Präsident Harald Mahrer, Georg Konetzky (BMDW), Christoph Berger (Rektor, KPH Wien-Krems), Alfred Harl (WKO) angefragt.

Machen Sie sich im Anschluss auf unserem Digi-Marktplatz selbst ein Bild von der Vielfalt an digitalen Bildungs- und Ausbildungsangeboten, die Kindern und Jugendlichen in Österreich zur Verfügung stehen.

Weiters findet an dem Tag Österreichs erster Lehrlings-Hackathon statt, an dem Lehrlinge ihre eigenen Apps designen und entwickeln - wir laden Sie herzlich ein, an der Award Ceremony (ca. 16:00-17:00) teilzunehmen und sich selbst davon zu überzeugen, welches Innovationspotential in Österreichs Lehrlingen steckt.

Im Anschluss daran sind Sie zum gemütlichen Ausklang beim Buffet eingeladen.

Zur besseren Planung der Veranstaltung bitten wir Sie um Ihre unverbindliche Voranmeldung unter folgendem Link:

Anmelden zum 1. WKÖ CodingDay

Haben Sie noch Fragen zur Veranstaltung?

• DaVinciLab / Organisatorisches:
Mag. Adriana Paunovic
codeweek@davincilab.at
+43 (0)676 911-8192

• WKO / Abteilung Bildungspolitik:
Dr. Friederike Sözen
friederike.soezen@wko.at

Barcamp der Initiative "Medienbildung jetzt!"

Das Barcamp dient zum Austausch der Erfahrungen und Vernetzung der aktiven Menschen aus Schule, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Universität, Hochschule Kunst und Kulturarbeit. 

Die Teilnahme ist kostenlos. Für Reise- und Aufenthaltskosten müssen die TeilnehmerInnen selbst aufkommen. Es gibt eine begrenzte Anzahl von geförderten Plätzen - Näheres am Barcamp-Tool. 

10 Jahre Medienbildung JETZT! Ist die Forderung nach einer medienpädagogische Grundversorgung in Österreich in Erfüllung gegangen? 

Die medienpädagogische Landschaft in Österreich gewinnt immer mehr an Umfang. Neben lang bestehenden Einrichtungen und Initiativen kommen laufend neue Aktionen hinzu. Wer ist mit wem wie verbunden? Wer verfolgt welche Ziele? Welche Elemente fehlen und wo gibt es Synergien? In diesem Barcamp wollen wir aus den einzelnen Puzzleteilen ein ganzes Bild entstehen lassen, die medienpädagogische Landschaft in Österreich erkunden und Gestaltungsvorschläge für den Aufbau einer medienpädagogischen Grundversorgung entwickeln. 

Das Barcamp ist eine Eine Veranstaltung des Bundesverbandes Medienbildung (Initiative Medienbildung Jetzt!) in Kooperation mit bifeb und COMMIT. Gefördert durch das BKA – Abteilung 5/V - Jugendpolitik. 

Sie werden gebeten, sich zusätzlich auch über das Barcamp-Tool anzumelden: https://barcamptools.eu/mbjetzt2019/.

Diese Veranstaltung kann als Lehrerfortbildung gebucht werden unter 

https://www.ph-online.ac.at/ph-ooe/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=313617&pSpracheNr=1


Termin: 29.10.19 14 Uhr bis 31.10.19 Mittag
Ort: im bifeb in St.Wolfgang

didacta DIGITAL Austria – DAS Education Festival vol.2

Das EDUCATION FESTIVAL, ein innovatives österreichweites Format einer Bildungsmesse, ein Event, das Bildung zum Erlebnis macht, startet zu seiner zweiten Auflage! 

Im Fokus: LEHREN und LERNEN mit DIGITALEN MEDIEN 

Die dreitägige Veranstaltung bietet den Rahmen und die Plattform für neue Konzepte, Lösungen und Dialoge, die sich intensiv mit der DIGITALISIERUNG in BILDUNGSSYSTEMEN auseinandersetzen. Ein Event, das stark auf Mitmachen und Mitgestalten setzt und so einen Ort der Begegnung und des Austausches schafft, ein Zusammenspiel von Praxis, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

Didacta Digital Austria
Termin 2020: 14. – 16. Mai
Location: Design Center Linz
Link zu: https://www.didacta-digital.at/

 
National Competence Center eEducation Austria
Pädagogische Hochschule OÖ
eeducation.at
 

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